Neues aus dem Paritätischen

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Pädagogische Grundlagen

Die paritätischen Kindertagesstätten orientieren sich in den Grundlagen ihrer pädagogischen Arbeit an dem Situationsansatz. Ergänzt wird dieser Ansatz mit Inhalten und Methoden aus dem Early Excellence Ansatz und den Bildungs- und Lerngeschichten.

Die vier Schritte des Situationsansatzes:

  • ERKUNDEN: Im ersten Schritt wird eine Situationsanalyse (erkennen einer Schlüsselsituation) erstellt. D.h. eine Begebenheit, z.B. Gespräch, Spielaktion, im Kinderalltag wird ausgewählt.
  • ENTSCHEIDEN: Beim zweiten Schritt wird überlegt, was an dieser Situation, bzw. ob diese Situation, geeignet ist Kindern unter pädagogischen Gesichtspunkten Erfahrungen und Wissen zu vermitteln.
  • HANDELN: Im dritten Schritt sind Aktionen gefragt. Durch welche Erfahrungen können Kinder Kompetenzen erwerben und Qualifikationen gefördert werden.
  • NACHDENKEN: Im vierten Schritt geht es darum, Erfahrungen auszuwerten und zu überlegen, wie es weitergehen könnte.

 Ethischer Code, Early Excellence

  • Allen Beteiligten gegenüber herrscht eine positive Grundeinstellung.
  •  Informationen und Daten sind für alle verständlich.
  •  Der Schwerpunkt wird auf Fragen gelegt, die die Betroffenen selber stellen.
  •   Vertrauen wird gezeigt und Antworten werden ernst genommen.
  •   Es geht darum, Resultate zu erreichen, die die Praxis zuhause und in der Kita verbessern.

Pädagogische Strategien

Whalley & Arnold, 1997

  1. Sanfte Intervention: Warten und Beobachten in respektvoller Distanz.
  1. Kontextsensitivität: Den kindlichen Kontext kennen und fähig sein, frühere Erlebnisse des Kindes mit einzubeziehen, damit Lernprozesse an Erfahrungen anknüpfen können.
  1. Zuwendung durch physische Nähe und Mimik und damit Bestätigung (Affirmation) des Kindes.
  1. Das Kind ermutigen, zu wählen und selbst zu entscheiden.
  1. Das Kind dabei unterstützen, angemessene Risiken einzugehen.
  1. Das Kind ermutigen, etwas zu tun, was den Erwachsenen im Ablauf selbst unklar ist. Das Kind bei diesem Experiment begleiten.
  1. Wissen, dass die Haltung und die Einstellung des Erwachsenen das Kind beeinflussen.
  1. Der Erwachsene zeigt, dass er und das Kind im Lernen Partner sind.

Partizipation

In unseren Kindertagesstätten gilt eine demokratische Grundhaltung. Diese äußert sich unter anderem durch die Beteiligung der Kinder in Alltagssituationen.

In diesem Prozess der Partizipation (Beteiligung) sollen die Kinder im Kindergarten lernen:

  • eine eigene Meinung zu bilden und zu äußern
  • Kompromisse finden und einzugehen
  • eine gemeinsame Entscheidung zu tragen

Partizipation ist für uns ein konzeptionelles Grundprinzip. Die Kinder werden ernst genommen und lernen mit den Erwachsenen auf partnerschaftlicher Ebene.